Fort- und Weiterbildung

Für unsere Mitglieder bieten wir ab sofort jährlich mehrere Fort- und Weiterbildungen an. Unsere Workshop-Leiter*innen sind Mitglieder, die ihr Wissen und ihre beruflichen Erfahrungen weitergeben möchten. Wir stellen das Jahresprogramm mit Blick auf die unterschiedlichen Zielgruppen der Angestellten in Schreibzentren, freiberuflichen Schreibtrainer*innen und Schreibberater*innen und Peer-Schreibtutor*innen zusammen. Natürlich sind die Veranstaltungen grundsätzlich für alle Interessierten offen.

Die Teilnahmegebühr beträgt grundsätzlich: 100 Euro/Tag für Mitglieder bzw. 200 Euro/Tag für Externe.
Mit den Einnahmen finanzieren wir neue Fort- und Weiterbildungsangebote.

Gerne können Mitglieder beim Vorstand jederzeit Workshopangebote einreichen: gesellschaft@schreibdidaktik.de
Wir benötigen folgende Informationen: Erläuterungen zum Thema, zu den Zielgruppe(n) - Mitarbeitende in Schreibzentren, Freiberufler*innen, Peer-Schreibtutor*innen u.a. -, zu den Inhalten und Methoden sowie zur Person.

Und so geht's zur Anmeldung:

  • Den Button  "Anmeldung" der gewünschten Veranstaltung wählen.
  • Sich Registrieren! Wer bereits registriert ist, kann sich gleich einloggen und loslegen.
  • Eingabefelder ausfüllen und Anmeldung abschicken.
  • Sie erhalten sofort eine automatische Anmeldebestätigung mit der Rechnungs-Info sowie unseren AGB im Anhang.
  • Für die Zahlung auf eine offizielle Teilnahmebestätigung mit der Zahlungsaufforderung warten, da wir bei der Platzvergabe natürlich gefsus-Mitgliedern den Vorrang geben wollen.
    Bleiben bis zum Anmeldeschluss Plätze frei, können diese an  Externe vergeben werden.
    Es entscheidet immer die Reihenfolge der Anmeldung.

Vielen Dank und viel Freude bei unseren Workshops!


 

27
Nov
2017

27.11.2017 - 29.11.2017
Ruhr-Universität Bochum
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstraße 150, 44801 Bochum
250,00€

Ausbildung von Peer-(Schreib)-Tutor*innen: Feedback und Textarbeit vermitteln

Ein wesentlicher Bestandteil der Peer-Schreibberatung sind Texte und Gliederungsentwürfe in unterschiedlichen Ausarbeitungsgraden. Darauf Feedback zu geben und innerhalb der Beratung konstruktiv zur Aus- und Überarbeitung anzuregen, ist dementsprechend eine der Kerntätigkeiten von Tutor*innen. Um sie dazu zu befähigen, gilt es einerseits, sie mit einer angemessenen Beschreibungssprache vertraut zu machen sowie sie für Konventionen, aber auch die Unterschiedlichkeit von Anforderungen zu sensibilisieren. Andererseits sollten sie innerhalb ihrer Ausbildung vielfältige Gelegenheiten haben, um Gesprächstechniken einzuüben, mit denen sie ihre Rückmeldung konkret, umsetzbar, wertschätzend etc. formulieren können.

Grundlage für die beschriebene Rückmeldekultur ist eine didaktische Haltung, die die Subjektivität der Leser*innenperspektive als Ressource nutzt. Und es verlangt den Peer-Tutor*innen einen reflektierten Umgang damit ab, dass sie als selbst das akademische Schreiben Lernende zwangsläufig (noch) keine Meta-Perspektive auf Konventionen, ein noch nicht voll entwickeltes genrespezifisches Ausdrucksre-pertoire und – für die Beratung vor allem schwierig – Fehlannahmen über Konventionen, Textfunktionen und Strukturen haben.

Im Rahmen dieses Workshops beleuchten wir diese Thematik, indem wir die zentralen Prinzipien wirksamen Feedbacks vorstellen, gemeinsam Übungen zur Textanalyse erproben, die so auch in der Ausbildung von Tutor*innen eingesetzt werden können, und vielfältige Feedbackmethoden auf ihren Nutzen in der Peer-Beratung hin erproben und reflektieren. Darüber hinaus besteht Freiraum zur gemeinsamen Vertiefung individueller Fragen und zum kollegialen Austausch über aktuelle Ausbildungsfragen und eigene Konzepte.

Zielgruppe:
Alle, die Peer-Tutor*innen ausbilden (wollen).
Dieser Workshop kann separat vom bereits durchgeführten Workshop "Peer-(Schreib)-Tutor*innen ausbilden" (März 2017) gebucht werden. Allerdings geben wir bei der Anmeldung den Teilnehmer*innen des März-Workshops Vorrang.

Ort:
Ruhr-Universität Bochum, Universitätsstr. 150, 44801 Bochum

Referentinnen:
Dr. Christiane Henkel, Expertin für Lehr-Lernsituationen im universitären Kontext zu Schreibdidaktik und Peer-Beratung, www.schreibberatung-bielefeld.de

Dr. Anika Limburg, wiss. Mitarbeiterin im Schreibzentrum Bochum, Expertin für die  Didaktik des wissenschaftlichen Schreibens mit den Schwerpunkten: Leitung von Schreibwerkstätten, Schreibberatung und Lehrberatung

250,00€ 13
08
Dez
2017

08.12.2017 9:00 - 09.12.2017 17:30
Berlin-Prenzlauer Berg Rohnstock Biographien
Berlin-Prenzlauer Berg Rohnstock Biographien
Schönhauser Allee 22, 10119 Berlin
200,00€
Schreiben, um Denken zu lernen. Vom Writing to Learn zum Writing to Think

Dass das Schreiben ein Mittel des Lernens ist, hat uns Emig (1971) mit auf dem Weg gegeben und dass es wissenschaftliches Denken entwickeln kann ist ein Credo unserer eigenen Hochschultraditionen. Seit Beans (1996) Buch „Engaging Ideas“ sind wir auch gewohnt, es mit kritischem Denken und aktivem Lernen in Zusammenhang zu bringen. Weniger befassen wir uns damit, wie sich das Denken selbst entwickelt und wie man vom Denken zum kritischen Denken kommt. In diesem Workshop soll deshalb das Denken im Vordergrund stehen und die Aufgaben, die dem Schreiben bei der Denkentwicklung zukommen, daraus abgeleitet werden. Dabei betrachten wir zunächst die Mittel bewussten Denkens (Denkformen, Logik, Argumente, Begriffe, Konzepte, Fakten, Wahrheitswerte etc.), ehe wir die schreibdidaktische Zugänge erörtern. Den Hauptteil des Seminars wird das Ausprobieren von Schreibübungen sein, mit denen man das (kritische) Denken thematisieren und erkunden kann. Der letzte Teil wird dem Transfer gewidmet sein, d.h. der Einbindung des Gelernten in eigene Schreibkurse, Lehrveranstaltungen oder in die Schreibzentrenarbeit.


Zielgruppe:
Alle, die Schreiben unterrichten, Schreibende anleiten oder das Schreiben als Mittel des fachlichen Lernens einsetzen und dabei den Bezug zum kritischen Denken stärker gewichten wollen.

Ort:
Rohnstock Biographien, Schönhauser Allee 12, 10119 Berlin

Referent:
Prof. Dr. em. Otto Kruse, Schreibdidaktiker und Schreibwissenschaftler mit Arbeitsschwerpunkten im Bereich Schreibkompetenzen, Schreibkulturen und kritisches Denken. Nächste Publikation: „Kritisches Denken und Argumentieren“ (UVK/ UTB). Mehr zur Person....



200,00€ 8
16
Mär
2018

16.03.2018 9:00 -16:30
Universität zu Köln
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln
100,00€

Sprachreflexion und grammatische Analyse im Rahmen von Textrückmeldungen

Textrückmeldung im Rahmen einer prozessorientierten Schreibberatung soll Schreiber*innen nach und nach dazu befähigen, eigene Textentwürfe aus der Perspektive von Leser*innen zu prüfen und zu überarbeiten. Oftmals reicht Text-Feedback ohne explizite grammatische Erläuterungen, damit Schreiber*innen angemessene Veränderungen im Text vornehmen können. Häufig sind jedoch tiefergehende sprachanalytische Reflexionen und auch ein grammatisch korrigierendes Feedback vonnöten, damit Schreiber*innen verstehen, wie missverständliche oder unklare Textstellen zustande gekommen sind und wie sie solche zukünftig vermeiden können.

Für eine lernförderliche, auf Nachhaltigkeit zielende Textrückmeldung ist es daher nützlich, wenn Schreibberater*innen über ein gewisses Maß an grammatischem Grundwissen verfügen: Mit welchen grammatisch verursachten Formulierungsproblemen ist zu rechnen? Wie lässt sich ihr Zustandekommen erklären? Wer über Grundwissen zu diesen Fragen verfügt, kann Schreiber*innen beim Aufbau eines grammatischen Monitorings unterstützen, das ihnen hilft, aus eigenen Kräften unklare oder missverständliche Formulierungen zu vermeiden.

Diese Veranstaltung vermittelt zum einem grammatisches Grundwissen, soweit es für Eindeutigkeit, Deutlichkeit und Nachvollziehbarkeit von Formulierungen wichtig ist. Zum anderen bietet sie die Möglichkeit, zu üben und zu reflektieren, grammatisch bedingte Formulierungsmängel in der sachlich geboten Klarheit anzusprechen – ohne dabei zu entmutigen oder zu verletzen.

Zielgruppe:

Schreibberater*innen und Feedback-Tutor*innen

Ort:
Universität zu Köln; Raum wird noch bekannt gegeben.

Referent*innen :

Gabriela Ruhmann:
Mitaufbau des Schreiblabors an der Universität Bielefeld (1993 – 1997); Aufbau und Leitung des Schreibzentrums an der Ruhr-Universität Bochum (1997 – 2011); seither Freiberuflerin. Arbeitsschwerpunkt: Schreibberatung für Forschende; Weiterbildung für Schreibberater*innen.

Wolfgang Boettcher:
U
niv.-Prof. i.R. am Germanistischen Institut der Ruhr-Uni Bochum; zahlreiche Bücher und Beiträge zur Grammatik und zur Grammatiklehre in Hochschule und Schule. Zusammen mit Gabriela Ruhmann Fortbildungen für Journalist*innen zu „grammatischem Grundwissen bei der Textüberarbeitung“. Initiator und Co-Leiter des Schreibzentrums an der RUB (1997–1999).

100,00€ 21